Nach tödlicher Messerattacke: Tatverdächtiger Pole (35) in Haft genommen

(Coburg, Bayern). Nach dem Tötungsdelikt an einem 45-Jährigen in der Coburger Rosengasse haben die intensiven Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft zur Festnahme eines Tatverdächtigen geführt.

Spezialkräfte nahmen am Mittwochabend einen 35-jährigen polnischen Staatsangehörigen in Coburg fest. Wie bereits berichtet, kam es in der Nacht zum Dienstag gegen 2.30 Uhr in einer Wohnung eines Mehrparteienanwesens in der Rosengasse zu einer Gewalttat.

Der 45-Jährige hielt sich dort nach bisherigen Erkenntnissen gemeinsam mit mehreren Personen aus seinem privaten Umfeld auf. Ein zunächst unbekannter und vermummter Tatverdächtiger verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung, fügte ihm eine Stichverletzung am Oberkörper zu und flüchtete sodann. Trotz Reanimationsmaßnahmen und anschließender Behandlung in einem Krankenhaus erlag der 45-Jährige am Dienstagmorgen seinen schweren Verletzungen.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg verdichteten sich die Hinweise auf einen 35-jährigen polnischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Weitere Ermittlungen ergaben Anhaltspunkte dafür, dass sich der Tatverdächtige in einer Wohnung im Coburger Stadtteil Seidmannsdorf aufhalten könnte.

Am Mittwoch, 16. September, gegen 19 Uhr nahmen Einsatzkräfte den 35-Jährigen in dem Anwesen fest. Bei der Festnahme waren auch Spezialeinsatzkräfte eingesetzt. Die Festnahme verlief ohne Verletzte.

Im Rahmen des Einsatzes nahmen die Beamten auch den polnischen Wohnungsinhaber vorläufig fest. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er dem Tatverdächtigen nach dessen Flucht Unterkunft gewährt haben. Gegen ihn leiteten die Ermittler ein Verfahren wegen des Verdachts der Strafvereitelung ein. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern an.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kannten sich der 45-Jährige und der Tatverdächtige bereits vor der Tat. Die Hintergründe dieser Beziehung und das Motiv der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurde der 35-jährige Tatverdächtige am Donnerstagmittag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kronach vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Anschließend brachten die Beamten den Tatverdächtigen in eine Justizvollzugsanstalt.

Die Kriminalpolizei Coburg führt die weiteren Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Coburg. Diese dauern insbesondere zu den Hintergründen der Tat und dem genauen Ablauf der Tat an.

 

Quelle: Polizeipräsidium Oberfranken / Staatsanwaltschaft Coburg
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