Verdächtige Phosphorgranate bei Feldarbeiten entdeckt – vier Personen in Kliniken

(Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen). Am Sonntagmorgen gegen 10:10 Uhr wurde die Feuerwehr Grevenbroich zu einem Feld in der Nähe von Gut Norbisrath alarmiert.

Bei Feldarbeiten hatte ein Landwirt an einer landwirtschaftlichen Maschine einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, von dem Rauch ausging. Daraufhin verständigte er die Feuerwehr.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Feld in der Nähe von Gut Norbisrath in Grevenbroich
  • Alarmierung: Sonntagmorgen gegen 10:10 Uhr
  • Fund: Ein Landwirt entdeckte einen rauchenden Gegenstand an einer landwirtschaftlichen Maschine.
  • Verdacht: Möglicherweise handelte es sich um eine aufgerissene Phosphorgranate aus einem früheren Krieg.
  • Betroffene: Vier Personen, darunter ein Kind, kamen vorsorglich zur Untersuchung in Krankenhäuser.
  • Bergung: Der hinzugezogene Kampfmittelräumdienst übernahm die Bergung des verdächtigen Kampfmittels.
  • Einsatzende: Gegen 12:00 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr beendet.

Die Einsatzkräfte rückten mit zahlreichen Kräften zur Einsatzstelle aus. Vor Ort bestätigte sich der Verdacht, dass es sich bei dem Fund um eine Phosphorgranate aus einem früheren Krieg handeln könnte. Der Kampfmittelkörper war aufgerissen und entwickelte Rauch.

Um den Kontakt des Phosphors mit Sauerstoff zu unterbinden, legten die Einsatzkräfte auf dem Feld eine Erdgrube an. Anschließend zogen sie den Gegenstand mithilfe eines Einreißhakens vorsichtig in die Grube und bedeckten ihn vollständig mit Erde. Die Fundstelle wurde markiert.

Über das Ordnungsamt der Stadt Grevenbroich wurde der Kampfmittelräumdienst hinzugezogen. Dieser übernahm anschließend die Bergung des verdächtigen Kampfmittels.

Vier Personen, darunter ein Kind, wurden vorsorglich durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Bei den Betroffenen handelte es sich um Familienangehörige beziehungsweise Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebs. Durch die medizinische Untersuchung sollte ausgeschlossen werden, dass sie durch möglicherweise freigesetzte Phosphordämpfe gesundheitliche Schäden erlitten hatten.

Bereits in der Frühphase des Einsatzes konnte die Anzahl der Einsatzkräfte reduziert werden. Endgültig beendet wurde der Einsatz der Feuerwehr gegen 12:00 Uhr.

Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Einheiten Wevelinghoven, Gustorf-Gindorf, Kapellen, Hülchrath, Neukirchen und der hauptamtlichen Wache.

 

Quelle: Feuerwehr Grevenbroich
Bildquelle: Feuerwehr Grevenbroich


Polizei.news informiert | Kampfmittelfunde

Verdächtiger Gegenstand im Boden: Abstand halten und Fachkräfte alarmieren

Alte Munition ist für Laien nicht immer erkennbar. Auch lange nach Kriegsende können solche Funde gefährlich sein. Bereits der Verdacht auf ein Kampfmittel erfordert besondere Vorsicht.

1. Nicht berühren oder bewegen

Fassen Sie einen verdächtigen Gegenstand nicht an und halten Sie Abstand. Versuchen Sie weder, ihn zu bergen, noch ihn zu transportieren. Überlassen Sie den Umgang damit den zuständigen Fachkräften.

2. Arbeiten sofort einstellen

Wird bei Erdarbeiten ein möglicher Kampfmittelkörper entdeckt, müssen die Arbeiten sofort unterbrochen werden. Informieren Sie unverzüglich die Polizei oder die örtliche Ordnungsbehörde.

3. Fund telefonisch melden

Melden Sie einen akuten Fund telefonisch. Die Polizei erreichen Sie unter 110. Beschreiben Sie den Fundort möglichst genau und folgen Sie den Anweisungen der zuständigen Stelle.

Gut zu wissen: Alter und Rost machen Kampfmittel nicht ungefährlich. Sprengstofffüllungen können weiterhin funktionsfähig sein; beschädigte Sicherungen und chemische Veränderungen können zusätzliche Gefahren verursachen.

Praktischer Tipp: Nennen Sie bei der Meldung eine nahe Straße, einen Feldweg oder einen markanten Orientierungspunkt. Nähern Sie sich dem Gegenstand nicht erneut, um Einzelheiten zu prüfen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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