Säugling tot aufgefunden: 1.500 Frauen sollen bei DNA-Reihenuntersuchung helfen
(Potsdam, Brandenburg). Fast 15 Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Säuglings in Potsdam bittet die Polizei Brandenburg erneut um Mithilfe bei der Aufklärung des Verbrechens.
Am 23. Dezember 2011 wurde das leblose Mädchen, dem die Ermittler den Namen „Victoria“ gaben, in ein Handtuch gewickelt an einem Garagenkomplex in der Kantstraße in Potsdam-West aufgefunden. Bis heute ist die Identität der Mutter ungeklärt.
DNA-Reihenuntersuchung soll neue Erkenntnisse bringen
Mit einer DNA-Reihenuntersuchung wollen die Ermittler nun einen weiteren Schritt zur Aufklärung der Tat gehen.
Hierzu werden rund 1.500 Frauen, die aufgrund ihres Alters und ihres damaligen Wohnortes beziehungsweise ihres zeitlichen Bezugs zum Untersuchungsgebiet für die Maßnahme infrage kommen, schriftlich kontaktiert und um die freiwillige Abgabe einer Speichelprobe gebeten. Die Polizei erhofft sich eine rege Beteiligung, um weitere Frauen als mögliche Mutter ausschließen und die Ermittlungen gezielt voranbringen zu können.
Speichelproben im November
Die freiwillige Speichelprobenabgabe ist am 21. November 2026 von 9 bis 18 Uhr sowie am 22. November 2026 von 9 bis 17 Uhr in der Zeppelin-Grundschule in Potsdam vorgesehen. Eine Terminvereinbarung ist unter 0331 5508-2722 möglich.
Zeugenaufruf
Darüber hinaus bittet die Kriminalpolizei weiterhin um Hinweise zu Frauen, die Ende 2011 schwanger waren, später jedoch kein Kind hatten, zu verdächtigen Beobachtungen am Fundort sowie zu dem Handtuch, in das der Säugling gewickelt war.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, hat die Staatsanwaltschaft Potsdam eine Belohnung von 10.000 Euro ausgelobt.
Quelle: Polizei Brandenburg
Bildquelle: Polizei Brandenburg