Frau mit 3,5 Promille tritt nach Bundespolizisten und droht ihnen mit dem Tod

(Freilassing, Bayern). Eine 44-jährige Deutsche hat am Sonntag (1. November) am Bahnhof Freilassing mehrere Bundespolizisten beleidigt, bedroht und körperlich angegriffen.

Die Beamten mussten die Frau schließlich fesseln. Aufgrund ihres Zustands wurde sie anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Bahnhof Freilassing
  • Zeitpunkt: Sonntag, 1. November
  • Beteiligte: Eine 44-jährige Deutsche und mehrere Bundespolizisten
  • Vorfall: Die Frau beleidigte und bedrohte die Beamten und trat nach ihnen.
  • Maßnahmen: Die Einsatzkräfte legten ihr Handfesseln an und mussten sie zu den Diensträumen tragen.
  • Alkoholisierung: Festgestellte 3,5 Promille; Krankenhausbehandlung wegen des Verdachts einer Intoxikation
  • Ermittlungen: Unter anderem wegen tätlichen Angriffs, Widerstands, Beleidigung, Bedrohung und Erschleichens von Leistungen

ÖBB bittet um Unterstützung beim Ausschluss von der Weiterfahrt

Zuvor hatte die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) die Bundespolizei über eine auffällige Reisende in einer Regionalbahn informiert. Zeugenaussagen zufolge soll die Frau andere Fahrgäste mehrfach nach Drogen gefragt haben. Die ÖBB bat die Bundespolizeiinspektion Freilassing darum, beim beabsichtigten Ausschluss von der Weiterfahrt zu unterstützen.

Die Bundespolizisten wurden von der 44-Jährigen unmittelbar massiv beleidigt und u.a. mit dem Tod bedroht. Die Beamten begleiteten die Reisende zunächst aus dem Zug auf den Bahnsteig. Dort eskalierte die Situation weiter: Die Frau verhielt sich zunehmend aggressiv und trat im Sitzen gegen das Schienbein eines Bundespolizisten. Auch nach der Aufforderung, ihre Angriffe zu unterlassen, trat sie erneut nach einem Beamten. Die Einsatzkräfte brachten die Frau daraufhin zu Boden und legten ihr Handfesseln an.

Beamte müssen die Frau zu den Diensträumen tragen

Auf dem Weg zu den Diensträumen der Bundespolizei am Bahnhof Freilassing leistete die Frau weiter erheblichen Widerstand. Da sie sich fortwährend massiv gegen die Maßnahmen wehrte, mussten die Beamten sie letztlich dorthin tragen. Dabei schrie sie lautstark und setzte ihre Verbalattacken fort.

Bei der 44-Jährigen fanden die Einsatzkräfte mehrere leere Alkoholflaschen sowie Medikamente. Aufgrund ihres auffälligen Zustands verständigten die Beamten den Rettungsdienst. Selbst während der medizinischen Versorgung beruhigte sich die Frau nicht und spuckte von der Krankentransportliege aus in Richtung der Polizisten.

3,5 Promille festgestellt – mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet

Wegen des Verdachts einer Intoxikation und einer festgestellten Alkoholisierung von 3,5 Promille brachte der Rettungsdienst die Deutsche schließlich in ein Krankenhaus. Nach Abschluss der medizinischen Behandlung konnte sie dieses wieder verlassen.

Die Bundespolizei leitete gegen die 44-Jährige Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, der Beleidigung, der Bedrohung sowie des Erschleichens von Leistungen ein.

 

Quelle: Bundespolizeidirektion München
Bildquelle: Symbolbild © Bundespolizei


Polizei.news informiert | Sicherheit in Zug und Bahnhof

Bei Aggressionen helfen, ohne sich selbst zu gefährden

Wer Bedrohungen oder Angriffe beobachtet, kann Hilfe organisieren und als Zeuge unterstützen. Die eigene Sicherheit sollte dabei stets berücksichtigt werden.

1. Abstand halten

Halten Sie Abstand zu aggressiven Personen und vermeiden Sie es, sich selbst in Gefahr zu bringen. Informieren Sie das Zug- oder Sicherheitspersonal.

2. Andere gezielt um Unterstützung bitten

Sprechen Sie einzelne Umstehende direkt an und bitten Sie konkret um Hilfe, beispielsweise darum, die Polizei zu verständigen.

3. Bei akuter Gefahr 110 wählen

Schildern Sie kurz, was passiert ist, wo sich die Beteiligten befinden und wie viele Menschen betroffen sind. Warten Sie auf Rückfragen der Leitstelle.

Gut zu wissen: Auch genaue Beobachtungen helfen der Polizei. Prägen Sie sich Aussehen, Kleidung und eine mögliche Fluchtrichtung ein und stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.

Praktischer Tipp: Nennen Sie bei einem Notruf aus einem Zug möglichst die Zugnummer, Fahrtrichtung und den nächsten Bahnhof, damit die Einsatzkräfte den Ort zuordnen können.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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