(Parchim/Groß Godems, Mecklenburg-Vorpommern). Bei einem Verkehrsunfall am heutigen Morgen auf der L083 zwischen Parchim und Groß Godems ist ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich entstanden.
Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ort: L083 zwischen Parchim und Groß Godems
- Zeitpunkt: Gegen 05:00 Uhr am Morgen des Meldungstags
- Unfall: Ein fünfachsiger Autodrehkran geriet bei Gegenverkehr am rechten Fahrbahnrand auf das Bankett und kippte in den Straßengraben
- Verletzter: 53-jähriger Kranfahrer leicht verletzt und vor Ort medizinisch versorgt
- Schäden: Rund 100.000 Euro am Kran sowie etwa 150 Meter beschädigte Schutzplanke
- Feuerwehreinsatz: Auslaufendes Hydrauliköl gebunden und beschädigte Tanks abgepumpt
- Verkehr: Laut Meldung zunächst keine Behinderungen; für die geplante Bergung voraussichtlich Vollsperrung erforderlich
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein Autodrehkran mit einem Begleitfahrzeug gegen 05:00 Uhr die L083 aus Richtung Parchim kommend in Richtung Groß Godems. Aufgrund von Gegenverkehr fuhr der 53-jährige Kranfahrer möglichst weit rechts am Fahrbahnrand. Dabei geriet der fünfachsige Kran mit seinen Rädern auf die Bankette und kippte anschließend in den angrenzenden Straßengraben.
Der 53-jährige Fahrer wurde leicht verletzt und vor Ort durch die Besatzung eines alarmierten Rettungswagens medizinisch versorgt. Der Schaden am Autodrehkran wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Zudem wurden etwa 150 Meter Schutzplanke beschädigt.
Im Laufe des Vormittags kam die Freiwillige Feuerwehr zum Einsatz, um auslaufendes Hydrauliköl zu binden und beschädigte Tanks abzupumpen. Die aufwendige Bergung des Spezialkrans wird derzeit geplant. Für die Bergungsarbeiten wird voraussichtlich eine Vollsperrung der L083 erforderlich sein. Verkehrsteilnehmer werden über den Rundfunk über entsprechende Einschränkungen informiert.
Der Verkehrsunfall wurde durch die Polizei aufgenommen. Derzeit kommt es an der Unfallstelle zu keinen Verkehrsbehinderungen.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
Bildquelle: Polizeipräsidium Rostock
Polizei.news informiert | Sicherheit auf schmalen Straßen
Bei knappem Begegnungsraum frühzeitig langsamer werden
Große Fahrzeuge können bei Gegenverkehr viel Platz benötigen. Eine früh angepasste Geschwindigkeit schafft Zeit, die verfügbare Fahrbahnbreite einzuschätzen.
1. Geschwindigkeit der Straßenbreite anpassen
Auf besonders schmalen Fahrbahnen verlangt § 3 StVO eine Geschwindigkeit, bei der innerhalb mindestens der Hälfte der übersehbaren Strecke angehalten werden kann, wenn sonst entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten.
2. Am Fahrbahnrand ruhig reagieren
Gerät ein Fahrzeug mit den Rädern ins Bankett, können hektische Lenkbewegungen zusätzliche Gefahren verursachen. Die ADAC-Unfallforschung empfiehlt, vorsichtig zu bremsen und erst bei niedriger Geschwindigkeit behutsam aus dem Randbereich zurückzulenken.
Gut zu wissen: Die gesetzlichen Geschwindigkeitsgrenzen entbinden nicht davon, das Tempo an Straßenbreite, Sicht und Verkehrslage anzupassen.
Praktischer Tipp: Reduzieren Sie bei erkennbar knappem Begegnungsraum frühzeitig das Tempo. Warten Sie bei Bedarf an einer geeigneten Stelle, statt unter Zeitdruck aneinander vorbeizufahren.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion