Linau, SH: Schwelbrand im Dachstuhl fordert Großeinsatz bei minus sieben Grad

Aus bisher ungeklärter Ursache ist es am Montag, den 02. Februar, in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude etwas außerhalb von Linau zu einem Schwelbrand im Dachstuhlbereich gekommen.

Die besondere Bauweise und extreme Minusgrade erschwerten die Löscharbeiten erheblich.

Da das Gebäude mit Metallplatten gedeckt war, hatten die eintreffenden Einsatzkräfte zunächst Schwierigkeiten, von außen an den Brandherd zu gelangen.

Temperaturen von bis zu minus sieben Grad Celsius verwandelten Löschwasser auf dem Dach sowie auf den Sprossen angestellter Leitern schnell in gefährliche Rutschflächen.


Luftbild

Aus Sicherheitsgründen konnte der Schwelbrand zunächst nur von innen bekämpft werden. Eine Ausbreitung des Feuers unter der Dachhaut ließ sich dadurch jedoch nicht verhindern.


Flamme aus Dachstuhl

Erst mit Hilfe nachgeforderter Drehleitern aus Mölln und Großhansdorf gelang es, die Dachhaut zu öffnen. Eine ebenfalls alarmierte Drohne aus Sandesnebenen unterstützte mit einer Wärmebildkamera bei der Lokalisierung von Brandnestern.

Menschen und Tiere kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden.

Die frostigen Temperaturen machten es notwendig, gefrierendes Löschwasser mit Streusalz oder hilfsweise mit Ölbindemittel abzustreuen. Zudem durfte der Wasserfluss nicht zu lange unterbrochen werden, um ein Einfrieren der Pumpen zu verhindern.


Vereisung

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW vor Ort. Für Snacks, warme Getränke und ein Aufwärmzelt sorgte eine Versorgungseinheit der DLRG Ratzeburg.

Erste Kräfte konnten gegen 13 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden, der Einsatz selbst dauerte jedoch weiterhin an.

 

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Herzogtum Lauenburg
Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Herzogtum Lauenburg

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